Claudio Zogg

Leiter Curaviva Kanton Zürich und Präsident OdA Soziales Zürich


Welches war Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Ich hatte kein eigentliches Lieblingsfach, ich ging einfach gerne zur Schule. In der Primarschule auf der Lenzerheide lag mir mehr das Rechnen und am Anfang der Mittelschule in Chur entsprechend Mathematik. Später gefielen mir die Sprachen immer besser.


Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?
Als 13- und 14-Jähriger habe ich jeweils während der Sommerferien als Caddie auf dem Golfplatz Lenzerheide Geld verdient. Ich war stolz, wenn ich 20 Franken am Tag eingenommen habe. Danach habe ich während der Ferien als Aushilfe im Lebensmittelladen, im Marketing einer Brauerei, beim Zäune streichen oder als Steward bei der Minibar in der SBB oder RhB mein Geld verdient.
 

Welche Aus- und Weiterbildungen haben Sie absolviert?
Nach der Mittelschule habe ich in Zürich Jura studiert. Das Studium war noch nicht so reglementiert wie heute. Darum habe ich zwischen 60 und 80 Prozent bei einer Pensionskasse gearbeitet. Nebst dem Studium hatte ich noch genügend Zeit, um Vorlesungen in Spanisch, Geschichte und Soziologie zu besuchen. Nach erfolgreichem Abschluss des Jus-Studiums, habe ich eine Stelle als Jurist beim Sozialdepartement der Stadt Zürich gefunden. Nach einem halben Jahr habe ich noch sehr jung die Führung einer Fachabteilung übernommen und deshalb berufsbegleitend eine Führungsausbildung beim IAP absolviert.


Welches sind Ihre Aufgaben als Leiter von Curaviva Kanton Zürich?
Ich versuche die Rahmenbedingungen für die Zürcher Alters- und Pflegeheime und die Wohnheime für Menschen mit Beeinträchtigungen zu verbessern. Ich vertrete die Interessen der Institutionen gegenüber Politik, Behörden, Verwaltungen, Krankenversicherern und der Öffentlichkeit. Die wichtigsten Themen sind Finanzierung, Bildung und Qualität.
 

Wieso braucht es dringend mehr FaBe mit Fachrichtung Betagtenbetreuung?
Die Bevölkerung wächst und wird zunehmend älter. Die Gebrechlichkeit von Menschen im hohen Alter führt zu einer länger dauernden Phase der Betreuung. Bei Zufriedenheitsumfragen in Heimen zeigt sich immer wieder, dass eine professionelle Betreuung der Schlüssel ist für eine hohe Lebensqualität der älteren Menschen. Diese Schlüsselposition können die FaBe Betagtenbetreuung mit ihrem Kompetenzprofil optimal einnehmen.
 

Was wünschen Sie sich für die sozialen Berufe?
In den letzten Jahren haben sich die sozialen Berufe enorm professionalisiert. Immer mehr junge Menschen haben das Ziel, einen sozialen Beruf zu erlernen. Ich wünsche mir, dass die Gesellschaft, die Politik, die Verwaltung und die Menschen, welche professionelle Betreuung erhalten oder mit Betreuungsprofis zusammen arbeiten, das Potenzial der professionellen Betreuung erkennen und den Wert der sozialen Berufe schätzen.
 

Wo haben Sie die Sommerferien verbracht und welches Souvenir mit nach Hause genommen?
Bei optimalem Wetter bin ich mit meiner Partnerin fünf Tage in den Brentadolomiten bei Madonna di Campiglio von Hütte zu Hütte gewandert und habe jeden Tag an einem Klettersteig die Schönheit der Bergwelt genossen. Danach haben wir uns noch drei Tage in einem Wellnesshotel im Südtirol erholt. Mein Souvenir? Ich bin körperlich und mental gestärkt wieder in den Arbeitsalltag eingestiegen. Die wunderbaren Bilder meiner Ferien begleiten mich.


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