ChristineSchaffner

Gründerin und Leiterin
der Christina Schaffner GmbH
Organisationsentwicklung und Schulung

Lieblingsfach in der Schule
Geometrie. Die räumliche Darstellung von Zahlen und Formeln hat mich begeistert.

Erstes selbstverdientes Geld
Als Aushilfe bei einer Schiffstankstelle am Vierwaldstättersee. So konnte ich mir meinen Traum von einem eigenen Kajak erfüllen.

Erlernter Beruf / weitere Ausbildungen
Erstausbildung als Heimerzieherin (heute Sozialpädagogin) anschliessend diplomierte Erwachsenenbildnerin HF, Ausbildung in Transaktionsanalyse und Masterstudium in Organisationsentwicklung.

Jetzige Tätigkeit
Im Zentrum meiner Tätigkeiten steht die Organisationsentwicklung. Ich darf bei verschiedenen Aufgaben und Organisationen mitwirken. Ein sehr schöner Auftrag ist beispielsweise die Projektleitung der Berufsmeisterschaften der Fachpersonen Betreuung, der Fa-Best. 2017 konnten wir in fünf Regionen mit den Durchführungen starten und letztes Jahr veranstalteten wir bereits das erste überregionale Final.

Für die Organisation haben wir als Erstes mit den Geschäftsleitungen der fünf beteiligten OdAs eine Steuergruppe etabliert und die übergeordneten Ziele definiert. Dann ging es darum, den Gesamtprozess am Laufen zu halten und zu moderieren. Wie aktivieren und nutzen wir die vorhandenen Ressourcen, wie gestalten wir die Abläufe und wie verteilen wir die Aufgaben? Ein grosser Teil meiner Arbeit ist das Koordinieren, Strukturieren, Fragen stellen, Zuhören, Zusammenfassen und alles im Auge behalten. Zentral ist auch das Ausarbeiten der Wettbe­werbsaufgaben. Welche Betreuungsaufgaben sind messbar, wie soll das Setting aussehen und wie stellen wir die Objektivität und Fairness sicher? Gleichzeitig müssen die Aufgaben für die Kandidat*innen möglichst herausfordernd und für das Publikum attraktiv sein.

Aus meiner Sicht waren die Anlässe ein grosser Erfolg. Die jungen Berufsleute waren mit viel Elan und Herzblut bei der Sache, das Publikum erlebte die vielfältigen Inhalte der professionellen Betreuung und auch das Echo in den Medien war gross. Es ist uns gelungen, eine funktionierende und zukunftsweisende Plattform für die Berufsmeisterschaften der Betreuungsberufe zu schaffen. Die erfolgreichen Durchführungen und die hohen professionellen Standards sind ein schönes und befriedigendes Resultat auf das alle Beteiligten zu Recht stolz sind.

Professionelle Betreuung bedeutet für mich
Es ist ein komplexes Zusammenspiel von Können, Wissen und Methodik. Wenn man es mit einem Orchester vergleicht, spielt die Betreuungsperson ein Instrument. Dieses Instrument muss sie beherrschen. Der Kooperationsaspekt ist wichtig. Die professionelle Betreuungsperson arbeitet im Team, einerseits mit den Klient*innen und immer auch mit anderen Fachleuten. Es gibt in der professionellen Betreuung übergeordnete und zugleich ganz unmittelbare Aspekte, so das permanente Reflektieren des eigenen Tuns und der eigenen Haltung sowie die Fähigkeit, sich auf die Lebenswelt und das Tempo der betreuten Menschen einzulassen.

Haben die sozialen Berufe die Anerkennung, die sie verdienen
Der Anerkennung eines Berufes setzt sich aus dem Wert, den man dem Beruf selber gibt und dem gesellschaftlichen Ansehen zusammen. Die sozialen Berufe sind sehr sinnstiftend, im Zentrum steht immer die Arbeit für und mit den Menschen. In der gesellschaftlichen Wahrnehmung sind wir noch nicht an dem Punkt, wo wir sein sollten, dies insbesondere hinsichtlich Professionalisierung und Kompetenzanerkennung. Gerade heute, in Zeiten des zunehmenden Kostendrucks, gilt es Zusammenzustehen, um die politische und gesellschaftliche Anerkennung und adäquate Finanzierung sicherzustellen.

Das wünsche ich mir für die Sozialen Berufe
Innerhalb der sozialen Berufe sollten die wechselseitige Anerkennung der Kompetenzen und das Sicherstellen der hohen professionellen Standards gefördert werden. Der Ausbau des interdisziplinären Netzwerkes wäre förderlich. So kann man sich gemeinsam und aus einer Position der Stärke für die Weiterentwicklung einsetzen und bei den massgeblichen Stellen entschieden einbringen.

Was darf in meinem Ferienkoffer nicht fehlen
Ein Pilzmesser und ein Kompass. Letzteres um wieder zurück zu finden. Mit den Pilzen ist es wie mit so Vielem, die schönsten Exemplare findet man oft weitab der ausgetrampelten Pfade.


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