Carte Blanche 

FaBe Ausbildung mit BMS?!

Die FaBe-Lehre mit der BMS bewältigen, geht das überhaupt? Diese Frage haben sich die heute 20-jährige Vera Eschmann und die 19-jährige Simona Terranova vor Beginn ihrer Ausbildung immer wieder gestellt. Schnell wurde ihnen klar, dass sie gerne die BMS neben ihrer FaBe-Lehre absolvieren möchten. Also haben sie sich auf die Aufnahmeprüfung vorbereitet und bestanden. Die drei Jahre waren lehrreich, herausfordernd, aber auch nervenzerreibend und anspruchsvoll.


Berufsmaturität öffnet Türen

Die Berufsmaturität während der Lehre zu absolvieren bringt einige Vorteile mit sich. Man kann sich zum Beispiel nach der Ausbildung direkt weiterbilden. An Fachhochschulen steht einem die Möglichkeit offen, studieren zu gehen und für einen Studiengang an der Universität fehlt nur noch die Passarelle. Wenn man innerhalb des sozialen Bereichs ein Studium an einer Fachhochschule anstrebt, kann man dies meist direkt nach der Lehre machen. Für Studiengänge aus einem anderen Bereich ist ein Praktikum im Berufsfeld dieses Bereiches nötig.
 

Neue Perspektiven

Wir lernten relativ schnell mit Belastbarkeit umzugehen. Prioritäten mussten gesetzt werden, denn man kann nicht überall brillieren. Die Anforderungen in den diversen Fächern waren und sind hoch sowie auch anspruchsvoll. Mit ein wenig Übung und Eifer aber ganz und gar bewältigbar.

Durch diese zusätzliche und ergänzende Allgemeinbildung hatten wir die Möglichkeit, Teile unserer Berufswelt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Die sozialwissenschaftlichen Fächer haben uns ein vertieftes Wissen in die Psychologie und die Verhaltensweisen der Kinder gegeben. Auch Fächer wie Chemie und Physik haben uns einige lustige und spannende Experimente gelehrt, die wir mit den Kindern durchführen konnten. 

Jedes dieser Fächer hat uns einen Schritt weiter zum Ziel gebracht und das bestmögliche aus uns herausgeholt.
 

Eine neue Herausforderung

Die Berufsmaturitätsschule bildet die individuellen Kompetenzen der BM-Lernenden weiter. Die meisten Fächer in der Schule behandelte man bereits in der Sekundarschule. Diese werden dann in der BMS noch tiefer und intensiver bearbeitet. Die sprachlichen Kompetenzen konnten wir anhand eines Sprachaufenthalts in Nizza und Unterrichtsstunden von der Schule aus noch vertiefen. Die Sprachen sind auch für unsere Berufswelt nützlich. Durch die Schule kann man sein Wissen und seine Kompetenzen immer weiter fördern, herausfordern und vertiefen.

Natürlich war es auch eine Herausforderung den drei Instanzen Berufsschule/Berufsmaturitätsschule, Betrieb und Überbetriebliche Kurse gerecht zu werden. Wir wollten überall eine gute Leistung erbringen. Durch die fehlenden Tage im Betrieb mussten wir mehr als alles geben, um auch den Kindern und dem Lehrbetrieb gerecht zu werden. Die Schule hat uns Kompetenzen mitgegeben wie Belastbarkeit, Strukturiertheit und Disziplin, die uns geholfen haben in all diesen drei Instanzen unser Bestes zu geben. 
 

Ein langer Weg zum Ziel

Es ist immer eine Frage des Wollens und weniger des Könnens. Jeder kann es schaffen, wenn er den Willen und die Motivation dazu hat. Durch die begleitende BMS haben wir vieles dazugelernt, aber auch eine anstrengende Zeit hinter uns. Wir konnten neue Kontakte knüpfen und Spannendes erleben. Unser Fachwissen hat sich über diese drei Jahre entwickelt und die Methodenkompetenzen haben sich verfeinert.

Wir hätten diese Möglichkeit und Erfahrung aber niemals ohne einen Betrieb machen können, der uns unterstützt hat. Einem jungen Menschen eine solche Möglichkeit zu geben, bringt nicht nur uns eine Chance, sondern auch den Betrieben und den Kindern. Denn durch diese Ausbildung, bieten die Absolventen zusätzliches Wissen, die eine ganz andere Perspektive und Blickwinkel ermöglichen. Das unterstützt die Weiterentwicklung in diesem Beruf, denn Weiterentwicklung ist nötig!

   

Vera Eschmann und Simona Terranova haben die dreijährige FaBe-Ausbildung in der Fachrichtung Kinderbetreuung mit Berufsmaturität im Sommer 2019 erfolgreich abgeschlossen.             


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