BeatDeola

Leiter Berufsmaturitätsschule
Winterthur


Welches war Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Mein Lieblingsfach in der Primarschule war Geschichte. Ich liebte es, in vergangene Welten einzutauchen und mir das Leben in der Römer- oder Ritterzeit auszumalen. Später kamen Naturwissenschaften hinzu, wobei mich vor allem Astronomie faszinierte.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Nach der Kantonsschule habe ich im Operating der Zürich Versicherungen gearbeitet und Einblick in die Anfänge der elektronischen Datenverarbeitung erhalten. Wir hatten Programme mit Hilfe von Lochkarten eingelesen und die Daten auf Magnetbändern gespeichert.

Welchen Beruf haben Sie erlernt und welche Weiterbildungen absolviert?
An der ETH Zürich habe ich Architektur studiert und anschliessend in verschiedenen Architekturbüros gearbeitet. In dieser Zeit habe ich an der BMS Wetzikon Geometrie, später Mathematik, unterrichtet. 1994 habe ich an die Berufsschule Wetzikon gewechselt, die Berufsschullehrerausbildung für Zeichner am ehemaligen SIBP (heute EHB) und das Lehrdiplom für Maturitätsschulen an der ETH Zürich absolviert. Nach der Übernahme der BMS-Leitung in Winterthur 2004 folgte die Schulleiterausbildung an der Hochschule St. Gallen.

Was sind Ihre Aufgaben als Leiter der Berufsmaturitätsschule?
Im Zentrum steht die Förderung von Menschen, natürlich von unseren Lernenden, aber ebenso von unseren Lehrpersonen und Mitarbeitenden. Meine Aufgabe sehe ich darin, zusammen mit meinem Stellvertreter möglichst gute Rahmenbedingungen für ein optimales Lernklima und eine angenehme Zusammenarbeit auf allen Ebenen zu schaffen. Dazu gehören auch viele Koordinationsaufgaben mit anderen Schulen und Kontaktpflege mit Verbänden, OdAs, Betrieben etc. zur Förderung und Positionierung der Berufsmaturität. Daneben unterrichte ich mit Freude zwei Klassen.

Was bedeutet für Sie professionelle Betreuung?
Ich erwarte, dass Menschen in den spezifischen Lebenssituationen durch Fachleute betreut werden, die kompetent handeln und ein gutes Augenmass und Gespür für die individuellen Bedürfnisse haben. Mit anderen Worten: Know-how, gepaart mit Begabung und charakterlicher Eignung. Ebenso erwarte ich eine transparent strukturierte Organisation der Betriebe mit klarer Zuteilung von Funktion und Verantwortung.

Haben die sozialen Berufe die Anerkennung, die sie verdienen?
Die Tätigkeitsfelder der sozialen Berufe werden unterschiedlich wahrgenommen. Während Beratungstätigkeiten eine hohe Akzeptanz erfahren, scheint es auf Seiten der Betreuung und Erziehung oft Erklärungsbedarf zu geben. Mit breit abgestützten Ausbildungsstandards treten die sozialen Berufe aber langsam aus dem Schatten des Images ‘Laienbetreuung’. Allerdings müssen diese Standards auch eingefordert und konsequent umgesetzt werden. Kernelemente sind dabei die Rekrutierung und Ausbildung des Personals. Wichtig finde ich eine konstruktive Öffentlichkeitsarbeit.

Was wünschen Sie sich für die sozialen Berufe?
Ich wünsche mir, dass sich vor allem die Berufsfelder der Betreuung weiter professionalisieren, dass die Attraktivität für leistungsbereite junge Menschen weiter zunimmt und diese durch die entsprechenden Weiterbildungen auch verantwortungsvolle Funktionen übernehmen. Dazu gehört auch, dass die Betriebe ihren Nachwuchs entsprechend rekrutieren und ihre Mitarbeitenden fördern, indem sie diese vermehrt für den Besuch der BMS oder für berufsorientierte Weiterbildungen freistellen. Hier besteht sicher Entwicklungsbedarf.

Was darf in Ihrem Ferienkoffer nicht fehlen?
Mein Skizzenbuch, Bleistift und Füllfeder sowie mein Aquarellkasten, um Eindrücke und Farben aufzunehmen.


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