Kursinhalte

Fachbereich BET 3-jährig

Hier erhalten Sie Informationen zu den Leistungszielen der überbetrieblichen Kurse und der inhaltlichen Gestaltung. Zusätzlich sind Angaben zu den Mitnahmenlisten und Aufträgen zu finden.

 

Lehrjahr / Dauer

1. Lehrjahr / 3 Tage

 

Leistungsziele

Siehe Richtziele 3.1.1 Bet.

Die Fachfrau Betreuung / der Fachmann Betreuung

... erläutert Grundsätze der Betreuung Betagter und wendet sie an (z.B. professionelle Rolle, Umgang mit Macht/Ohnmacht, Abhängigkeit und Gewalt

 

Kursbeschrieb

Der Kurs vermittelt den Lernenden einen professionellen Zugang zur Arbeit mit betagten Menschen. Die Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen soll ihre Sensibilität für die Rechte von Bewohnerinnen und Bewohnern in Heimen oder Institutionen fördern. Durch praktische Übungen sollen ihre Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit betagten Menschen erweitert werden.

Im Kurs werden folgende Themen gemäss den acht Grundlagen für verantwortliches Handeln in Institutionen (CURAVIVA Schweiz). erarbeitet:

  • Würde und Achtung
  • Selbstbestimmung
  • Information
  • Gleichbehandlung
  • Sicherheit
  • Qualifizierte Dienstleistungen
  • Wachstum der Persönlichkeit
  • Recht auf Ansehen

 

Mitzubringen

  • Schreibmaterial
  • Block/Heft
  • eigene Berufskleider für die Selbsterfahrungsübungen auf der Strasse

 

Arbeitsauftrag

Praxis Transfer für den 3. ÜK Tag
All diese Rechte gelten für alle Personen in Heimen und Institutionen. Sie gelten für BewohnerInnen wie für MitarbeiterInnen.

Aufgabe:
Ihre Aufgabe besteht darin, drei der bisher erarbeiteten Grundlagen und damit verbundenen Selbsterfahrungen, (Recht auf....) durch eine Situation, die in dem Zeitraum bis zum nächsten ÜK Tag in der Praxis vorkommt, zu reflektieren und dokumentieren.

Auswertung:
Die Lernenden werden ihre Reflektionen in PL vortragen und besprechen.

 

 

Lehrjahr / Dauer

1. Lehrjahr / 4 Tage

 

Leistungsziele

Siehe Richtziel 2.3 allg.

Die Fachfrau Betreuung / der Fachmann Betreuung

... setzt kreative Mittel und Methoden in der agogischen Arbeit ein.

 

Kursbeschrieb

Der Kurs soll den Einsatz kreativer Mittel in der Betagtenbetreuung sinn- und lustvoll vermitteln und eigenes Erleben mit diesen Methoden ermöglichen.

Im Kurs werden folgende vier Bereiche bearbeitet:

  • Spiel
  • Bewegung
  • Werken/Gestalten
  • Kulturelle Angebote: Literatur, Erinnerungshilfen, Musik


Die einzelnen Kurstage enthalten folgende Elemente:

  1. Die Lernenden experimentieren mit verschiedenen Techniken.
  2. Die Lernenden reflektieren die einzelnen Angebote im Bezug die betreuten Menschen.
  3. Wie gestalte ich angemessene Angebote für die von mir betreuten Menschen.


Grundlage des Kurses bildet das Konzept ATS (Aktivitäten des täglichen Lebens). Die Lernenden setzen sich im Kurs der Frage auseinander, wie sie im Betreuungsalltag „10-Minuten-Aktivitäten“ an die Betreuten herantragen können. Wesentlich dabei ist, dass die Impulse von der Betreuerin, dem Betreuer kommen. Um dies tun zu können, müssen die Lernenden

  • in der alltäglichen Betreuung spontan Situationen erfassen können, in denen ein Impuls angebracht werden kann.
  • eine Fülle von Ideen präsent und abrufbar haben, um den Betreuten aus der Situation heraus einen kreativen Impuls geben zu können.
  • Prioritäten setzen können in der alltäglichen Betreuungsarbeit, damit solche kreative Impulse überhaupt Platz bekommen.
  • ihren Zugang zu spontanen, kreativen, spielerischen und anregenden Situationen reflektieren.

 

Mitzubringen

  • Schreibmaterial
  • Block/Heft


Bitte bringen Sie am 1. Kurstag auch mit:

  • Geschichten
  • Gedichte
  • Lieder (CD)
  • Gesangsbücher
  • 1 „alter“ Gegenstand (Erinnerungskoffer)

 

Lehrjahr / Dauer

3. Lehrjahr / 3 Tage

 

Leistungsziele

Siehe Richtziele 1.2.15 Bet.

Die Fachfrau Betreuung / der Fachmann Betreuung

... wendet Handlungskonzepte und –methoden in der Betreuung Betagter an (z.B. basale Stimulation)

 

Kursbeschrieb

Basale Stimulation ist gedacht für alle Menschen, die an einer schweren längerfristigen Einschränkung ihrer Fähigkeit zur Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation leiden. Das Ziel der Basalen Stimulation ist die Begleitung und Förderung individueller Lernprozesse in allen Lebensphasen eines zu früh geborenen, erkrankten oder behinderten Menschen.

Dazu wenden Pflegende wahrnehmungsorientierte Angebote an, wie beispielsweise:

  • körperliche Nähe erfahren lassen, um andere Menschen wahrnehmen zu können
  • Ausdruckmöglichkeiten ergründen, erkennen und sich verstehend darauf einlassen, wenn eine sprachliche Verständigung nicht oder nur beschränkt möglich ist
  • die Umwelt und das Selbst auf einfachste Weise nahebringen
  • Fortbewegung und Lageveränderungen spüren und nachvollziehen lassen

Quelle: Basale Stimulation® in der Akutpflege, Handbuch für die Pflegepraxis, Margrit Hatz-Casparis, Monika Roth Sigrist, Huber Verlag 1. August2012.

 

Mitzubringen

  • 2 Waschhandschuhe
  • 2 Waschlappen
  • 1 Paar Tennissocken
  • 1 Frottiertuch
  • 1 Badetuch
  • Schreibmaterial
  • Block/Heft

Lehrjahr / Dauer

2. Lehrjahr / 3 Tage

 

Leistungsziele

Siehe Richtziele 1.2.19 Bet.

Die Fachfrau Betreuung / der Fachmann Betreuung

... wendet bewegungsfördernde Konzepte (z.B. Kinästhetik, Bobath) in Übungssituationen an.

 

Kursbeschrieb

In diesem Kurs wird der Grundkurs „ Kinästhetics“ angeboten. Nach vollständiger Teilnahme am Grundkurs erhalten die Lernendenden Kursausweis „Kinästhetics“.

 

Mitzubringen

  • Warme, rutschfeste Socken
  • bequeme Kleidung (Trainerhosen / T-Shirt)
  • Schreibmaterial
  • Block/Heft

Lehrjahr / Dauer

2. Lehrjahr / 4 Tage

 

Leistungsziele

Siehe Richtziel 1.3, 4.1, 4.2, 4.3 allg.

Die Fachfrau Betreuung / der Fachmann Betreuung:

... reflektiert das eigene Verhalten in anspruchsvollen Betreuungssituationen in der Praxis (z. B. im Umgang mit Gewalt, Macht/Ohnmacht, aggressivem Verhalten, Überforderungs- und Abgrenzungssituationen).


... beschreibt und reflektiert eigene Erfahrungen und eigenes Erleben im Rahmen von Supervision und/oder Intervision.


... reflektiert Lösungsansätze für Konfliktsituationen aus der Praxis

 

Kursbeschrieb

Dieser Kurs ermöglicht den Lernenden die begleitete Reflexion von anspruchsvollen Betreuungssituationen und des eigenen Handelns. Die Entwicklung und Einübung alternativer Handlungsmöglichkeiten erlaubt den Lernenden, ihre Fähigkeit zur Gestaltung professioneller Beziehungen gezielt zu verbessern und damit die betreuten Personen in besonderen Situationen (fachgerecht) unterstützend zu begleiten. Das bedeutet auch, dass den Lernenden fachliche Grundlagen zu den einzelnen Fallbesprechungen vermittelt und ihnen professionelles Verhalten aufzeigt. Dabei lernen sie gleichzeitig, dass schwierige Situationen normal sind und dass mit der Thematisierung dieser, fachliche Lösungen gefunden werden können.

Ausgangspunkt sind, die von Lernenden als anspruchsvoll erlebten, Betreuungssituationen. Dazu zählen auch der Umgang mit Gewalt, Macht/Ohnmacht, aggressivem Verhalten, Überforderungs- und Abgrenzungs-, sowie Übergriffs- und Machtmissbrauchssituationen.

Im Focus des Kurses steht das Erlernen und Einüben von Reflexion und fachlichem Austausch über Betreuungssituationen anhand der von den Teilnehmenden eingebrachten Fallsituationen.

Der 1. und 4. Kurstag wird mit der gesamten Klasse gestaltet. Der 2. und 3. Kurstag wird an 4 Halbtagen und in Halbklassen durchgeführt.

 

Mitzubringen

  • Schreibmaterial
  • Block/Heft

 

Schweigepflicht

Präzisierungen zur Schweigepflicht

Lehrjahr / Dauer

1. Lehrjahr / 1 Tag

 

Leistungsziele

Siehe Richtziele 1.3.1, 1.3.2 Bet.

Die Fachfrau Betreuung / der Fachmann Betreuung

... geht einfühlsam mit Abschied und Trauer um und gestaltet bei Todesfällen individuelle Rituale.
schätzt richtig ein, in welcher Sterbephase sich eine betagte Person befindet.

 

Kursbeschrieb

Der Kurs soll den Lernenden einen Zugang zum professionellen Begleiten von Menschen im Sterben oder in Trauerprozessen vermitteln. Die Auseinandersetzung mit dem Thema soll den Teilnehmenden ihre eigenen Ressourcen und Strategien bewusst machen und sie im Umgang mit der Thematik stärken. Ausgehend von eigenen Erfahrungen und Bildern werden Sterbe- und Trauerphasen sowie Rituale zum Thema.

Im Kurs werden folgende Themen erarbeitet:

  • Die fünf Phasen des Sterbens nach dem Model von E. Kübler–Ross
  • Die Wichtigkeit einer adäquate Betreuung und Begleitung in den   verschiedenen Phasen.
  • Körperliche und seelische Grundbedürfnisse der sterbenden Menschen erkennen.
  • Auseinandersetzung mit Abschied und Verlust auseinander.
  • Reflektion ihres persönlichen Verhaltens und dadurch Erhöhung ihrer Sensibilität gegenüber diesem Thema.
  • Kennen lernen unterschiedlicher persönlichen, kulturellen und institutionellen Formen des Trauerns und des Abschieds.
  • Kennen lernen von hilfreichem Verhalten und Handlungen (Rituale) und Gestaltung von einfühlsamen Begegnungen mit  trauernden Menschen.

Mitzubringen

  • Schreibmaterial

  • Block/Heft

  • Gegenstand Ihrer Wahl, welchen Sie mit Abschiednehmen, Tod und Trauer verbinden

Lehrjahr / Dauer

3. Lehrjahr / 2 Tage

 

Leistungsziele

Siehe Richtziele 1.2.3 Bet.

Die Fachfrau Betreuung / der Fachmann Betreuung

... geht angemessen (z.B. validierend) und würdevoll mit dementen Betagten um

 

Kursbeschrieb

«Integrative Validation» (IVA) nach Nicole Richard®

Grundkurs
Die Betreuung und Begleitung von Menschen mit Demenz gehört zu den schwierigsten und anspruchsvollsten Aufgaben in Pflegeheim, Häufig geling es nicht mehr, mit diesen Menschen Kommunikation und Begegnung auf uns vertraute Weise zu gestalten. Menschen mit Demenz befinden sich in anderen Wirklichkeiten und orientieren sich an anderen Erlebniswelten.
Die Integrative Validation nach Nicole Richard® ist eine wertschätzende Umgehens- und Kommunikationsform, eine Methode, die sich auf die Ressourcen der erkrankten Person konzentriert.

Inhalte

  • Fachwissen über das Krankheitsbild Demenz vertiefen
  • Gründe für den Rückzug in die Innenwelt nachvollziehen können
  • Kenntnis der „inneren Realitäten“ von Menschen mit Demenz
  • Kenntnis der Ressourcen von Menschen mit Demenz
  • Erlernen der Methodik der Integrative Validation
  • Gemeinsames Umsetzen der Methodik an konkreten Beispielen

Mitzubringen

  • Schreibmaterial
  • Block/Heft

 


Förrlibuckstrasse 60
8005 Zürich
044 501 51 61
info@oda-soziales-zh.ch
www.oda-soziales-zh.ch