Kursinhalte

Fachbereich BEH 3-jährig

Hier erhalten Sie Informationen zu den Leistungszielen der überbetrieblichen Kurse und der inhaltlichen Gestaltung. Zusätzlich sind Angaben zu den Mitnahmenlisten und Aufträgen zu finden.

 

Lehrjahr / Dauer

1. Lehrjahr / 2 Tage

 

Leistungsziele

1.2.10 Beh.

Die Fachfrau Betreuung / der Fachmann Betreuung

... wendet wichtige Grundregeln im Kontakt und bei der Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderung an.

 

Kursbeschrieb

In diesem Kurs werden die wichtigsten Grundregeln im Kontakt und bei der Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderungen bekannt gemacht und deren Umsetzung im Berufsalltag erarbeitet.

Der Kurs vermittelt erste Kenntnisse in verschiedenen Bereichen zum Thema Behinderung, die dann im Laufe der Ausbildung vertieft werden.
Die Lernenden bekommen einen ersten Überblick über die Themen der Ausbildung und die Themen, denen sie im Berufsalltag begegnen werden.
Sie können durch das erworbene Wissen erste eigene Wertvorstellungen entwickeln. Ebenso sammeln die Lernenden durch praktische Übungen  zum Thema Behinderung  eigene Erfahrungen, die wiederum ihre Einstellungen zum Klientel und der alltäglichen Arbeit prägen können. Die gemachten Erfahrungen und das eigene Verhalten werden im Kurs reflektiert.

Im Kurs gibt es immer wieder die Möglichkeit, die bereits gemachten Erfahrungen aus dem Berufsalltag ein zu bringen und die daraus entstandenen Fragen zu stellen und im Plenum zu diskutieren.

Im Kurs werden folgende Themen gemäss den acht Grundlagen für verantwortliches Handeln in Institutionen (CURAVIVA Schweiz). erarbeitet:
 

  • Würde und Achtung
  • Selbstbestimmung
  • Information
  • Gleichbehandlung
  • Sicherheit
  • Qualifizierte Dienstleistungen
  • Wachstum der Persönlichkeit
  • Recht auf Ansehen

 

Mitzubringen

  • Schreibmaterial
  • Block/Heft

Lehrjahr / Dauer

1. Lehrjahr / 4 Tage

 

Leistungsziele

Siehe Richtziel 2.3 allg.

Die Fachfrau Betreuung / der Fachmann Betreuung

... setzt kreative Mittel und Methoden in der agogischen Arbeit ein.

 

Kursbeschrieb

Der Kurs soll den Einsatz kreativer Mittel in der agogischen Arbeit sinn- und lustvoll vermitteln und eigenes Erleben mit diesen Methoden ermöglichen.

Zum Kurs gehören folgende Themen:

  • Malen und Gestalten

  • Geschichten erzählen und darstellendes Spiel

  • Musik und Bewegung

  • Naturwerkstatt

Im  ÜK werden vier der Themen bearbeitet. Die Themenauswahl legt die Referentin fest.


Die einzelnen Kurstage enthalten folgende Elemente:

  1. Die Lernenden experimentieren mit verschiedenen Techniken. Dazu gehört auch immer die Selbstreflexion
     
  2. Die Lernenden erarbeiten Einschätzungen zum Thema: Welche Techniken eignen sich für die verschiedenen Behinderungsarten
     
  3. Wie gestalte ich angemessene Angebote für die von mir Menschen. Wobei hier der Selbstbestimmung und Mitbestimmung grösst möglichen Raum gewährt werden soll

Der Schwerpunkt liegt im Eigenen Tun und Erleben der verschiedenen Ausdrucksmittel.

 

Mitzubringen

  • Schreibmaterial

  • Block/Heft

  • Bequeme Kleidung

  • Mal-Schürze oder altes T-Shirt

  • Eigenes Handykabel

Lehrjahr / Dauer

1. oder 2. Lehrjahr / 3 Tage

 

Leistungsziele

1.2.3 Beh., 2.3.1 Beh.

Die Fachfrau Betreuung / der Fachmann Betreuung

... setzt stimulierende Methoden (z.B. basale Stimulation) bei Menschen mit Behinderung ein.

... setzt kreative Mittel und Methoden, angepasst an die besondere Situation von Menschen mit Behinderung, in der agogischen Arbeit ein.

 

Kursbeschrieb

Basale Stimulation ist gedacht für alle Menschen, die an einer schweren längerfristigen Einschränkung ihrer Fähigkeit zur Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation leiden.

Das Ziel der Basalen Stimulation ist die Begleitung und Förderung individueller Lernprozesse in allen Lebensphasen eines zu früh geborenen, erkrankten oder behinderten Menschen. Dazu wenden Pflegende wahrnehmungsorientierte Angebote an, wie beispielsweise:

  • körperliche Nähe erfahren lassen, um andere Menschen wahrnehmen zu können
  • Ausdruckmöglichkeiten ergründen, erkennen und sich verstehend darauf einlassen, wenn eine sprachliche Verständigung nicht oder nur beschränkt möglich ist
  • die Umwelt und das Selbst auf einfachste Weise nahebringen
  • Fortbewegung und Lageveränderungen spüren und nachvollziehen lassen.

Quelle: Basale Stimulation® in der Akutpflege, Handbuch für die Pflegepraxis, Margrit Hatz-Casparis, Monika Roth Sigrist, Huber Verlag 1. August 2012.

 

Mitzubringen

  • 2 Waschhandschuhe
  • 2 Waschlappen
  • 1 Paar Tennissocken
  • 1 Frottiertuch
  • 1 Badetuch
  • Schreibmaterial
  • Block/Heft

 

Arbeitsauftrag

Arbeitsauftrag zwischen 1. und 2. Teil des Kurses

  1. Wähle eine Klientin/Klienten, mit der/dem du dich auseinandersetzen möchtest. Alter und Geschlecht Was hat dich zu deiner Wahl bewogen?
     
  2. Ressourcen und Bedürfnisse in Bezug auf die 3 Grundwahrnehmungsbereiche nach der Basalen Stimulation: somatisch, vestibulär, vibratorisch.
    In welchem Bereich, hat dieser Mensch Ressourcen, woran erkennst du das?
    In welchem Bereich hat dieser Mensch Bedürfnisse (Schwierigkeiten), woran erkennst du das?
     
  3. Versuch unter Einbezug der Ressourcen und/oder der Bedürfnisse ein Angebot zu entwickeln. Es kann auch ein bereits bestehendes Angebot oder eine natürlich vorkommende Situation sein. Beschreibe das Angebot/die Situation.
     
  4. Notiere Erfahrungen, Beobachtungen, die du während deines Angebotes gemacht hast.

 

Lehrjahr / Dauer

2. Lehrjahr / 3 Tage

 

Leistungsziele

Siehe Richtziel 3.2 Beh.

Die Fachfrau Betreuung / der Fachmann Betreuung

... setzt Konzepte und Methoden zur Förderung der Selbstständigkeit für Menschen mit Behinderung in der Betreuungsarbeit ein (z. B. Funktionale Gesundheit, Normalisierung, Empowerment, Kinästhetik) und reflektiert dabei die eigene Rolle und die eigene Haltung.

 

Kursbeschrieb

In diesem Kurs wird der Grundkurs „ Kinästhetics“ angeboten. Nach vollständiger Teilnahme am Grundkurs erhalten die Lernendenden Kursausweis „Kinästhetics“.

 

Mitzubringen

  • Warme rutschfeste Socken
  • bequeme Kleidung (Trainerhosen / T-Shirt)
  • Schreibmaterial
  • Block/Heft

 

Lehrjahr / Dauer

2. Lehrjahr / 4 Tage

 

Leistungsziele

Siehe Richtziel 1.3, 4.1, 4.2, 4.3 allg.

Die Fachfrau Betreuung / der Fachmann Betreuung:

... reflektiert das eigene Verhalten in anspruchsvollen Betreuungssituationen in der Praxis (z. B. im Umgang mit Gewalt, Macht/Ohnmacht, aggressivem Verhalten, Überforderungs- und Abgrenzungssituationen).

... beschreibt und reflektiert eigene Erfahrungen und eigenes Erleben im Rahmen von Supervision und/oder Intervision.

... reflektiert Lösungsansätze für Konfliktsituationen aus der Praxis

 

Kursbeschrieb

Dieser Kurs ermöglicht den Lernenden die begleitete Reflexion von anspruchsvollen Betreuungssituationen und des eigenen Handelns. Die Entwicklung und Einübung alternativer Handlungsmöglichkeiten erlaubt den Lernenden, ihre Fähigkeit zur Gestaltung professioneller Beziehungen gezielt zu verbessern und damit die betreuten Personen in besonderen Situationen (fachgerecht) unterstützend zu begleiten. Das bedeutet auch, dass den Lernenden fachliche Grundlagen zu den einzelnen Fallbesprechungen vermittelt und ihnen professionelles Verhalten aufzeigt. Dabei lernen sie gleichzeitig, dass schwierige Situationen normal sind und dass mit der Thematisierung dieser, fachliche Lösungen gefunden werden können.

Ausgangspunkt sind, die von Lernenden als anspruchsvoll erlebten, Betreuungssituationen. Dazu zählen auch der Umgang mit Gewalt, Macht/Ohnmacht, aggressivem Verhalten, Überforderungs- und Abgrenzungs-, sowie Übergriffs- und Machtmissbrauchssituationen.

Im Focus des Kurses steht das Erlernen und Einüben von Reflexion und fachlichem Austausch über Betreuungssituationen anhand der von den Teilnehmenden eingebrachten Fallsituationen.

Der 1. und 4. Kurstag wird mit der gesamten Klasse gestaltet. Der 2. und 3. Kurstag wird an 4 Halbtagen und in Halbklassen durchgeführt.

 

Mitzubringen

  • Schreibmaterial
  • Block/Heft

 

Schweigepflicht

Präzisierungen zur Schweigepflicht

Lehrjahr / Dauer

3. Lehrjahr / 1 Tag

 

Leistungsziele

1.3.1, 1.3.2, 1.3.3 Beh.

Die Fachfrau Betreuung / der Fachmann Betreuung

... erkennt unterschiedliche Formen des Trauerns

... macht Angebote für die Verarbeitung von Erfahrungen mit Sterben und Tod

... gestaltet Kontaktmöglichkeiten zu Trauernden

 

Kursbeschrieb

Der Schwerpunkt dieses Kurses liegt bei der Begleitung von Menschen mit einer Beeinträchtigung in Trauerprozessen. Die Lernenden lernen einen professionellen Umgang mit dem Thema Tod, Trauer, Abschied.

Im Kurs werden die verschiedenen Trauerphasen nach Verena Kast und W. Worden und Unterstützungsstrategien im Trauerprozess bei Menschen mit Beeinträchtigung thematisiert. Speziell werden die Besonderheiten im Trauerprozess bei Menschen mit Beeinträchtigung erarbeitet, dabei wird auch das unterschiedliche Bindungsverhalten berücksichtigt. Die Lernenden setzen sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinander und lernen Rituale kennen, die in der Praxis in Trauerprozessen begleitend eingesetzt werden können. 

Mitzubringen

  • Schreibmaterial
  • Block/Heft
  • Gegenstand Ihrer Wahl, welchen Sie mit Abschiednehmen, Tod und Trauer verbinden

Lehrjahr / Dauer

3. Lehrjahr / 3 Tage

 

Leistungsziele

4.3.1, 4.3.2, 4.3.3, 4.3.4 Beh.

Die Fachfrau Betreuung / der Fachmann Betreuung

... reflektiert die eigene Rolle vor dem Hintergrund von Abhängigkeit und Machtgefälle und zieht daraus Schlüsse für das eigene Handeln

... reflektiert die Situation von betreuten Menschen in stationären Einrichtungen vor dem Hintergrund von Abhängigkeit und Machtgefälle und zieht daraus Schlüsse für die eigene Arbeit

... beschreibt Macht- und Ohnmachtssituationen an Beispielen aus der eigenen Praxis und formuliert lösungsorientierte Handlungsansätze

... erkennt mögliche Missbrauchs- und Übergriffssituationen in Behinderteninstitutionen und beschreibt entsprechende Handlungsmöglichkeiten

 

Kursbeschrieb

Der Kurs zeigt den Lernenden Situationen und Handlungsmöglichkeiten von Abhängigkeit, Macht und Missbrauch in der Betreuung auf. Der Kurs soll die Lernenden vor allem für Grenzsituationen, Abhängigkeiten und Machtverhältnisse sensibilisieren und ihnen die Entwicklung eigener Handlungsstrategien ermöglichen.

Im Kurs setzten sich die Lernenden mit folgenden Themen auseinander:

  • Gefahren der Machtausübung durch die eigene Rolle erkennen
  • Risiko- und Grenzsituationen wahrnehmen und professionelle Handlungsmöglichkeiten kennen lernen
  • Professionelle Handlungsmöglichkeiten bei Gewaltsituationen
  • Gewaltfreie, nonverbale und verbale Kommunikation mit Menschen
  • Entwicklung eigener Handlungsstrategien
  • Die eigene Rolle und den Gruppenprozess erkennen, wahrnehmen und reflektieren
  • Eigenes Konfliktverhalten kennen lernen
  • Charta zur Prävention von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderer Grenzverletzungen gegenüber Menschen mit einer Behinderung

 

Mitzubringen

  • Schreibmaterial
  • Block/Heft

Förrlibuckstrasse 60
8005 Zürich
044 501 51 61
info@oda-soziales-zh.ch
www.oda-soziales-zh.ch